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Neurowissenschaftliche Theorie des Sprachwandels
Bisher wurde der Sprachwandel an der Frage nach dem WARUM festgemacht. Historische Entwicklungen einer Sprachgemeinschaft und Gründe bzw. Motive dafür, wie sich im sozialen Umfeld der Menschen sprachlich etwas verändert hat, standen im Vordergrund jeder wissenschaftlichen Untersuchung. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem WIE. Sie zeigt, wie sich der Sprachwandel über neuronales Lernen im Individuum einerseits und über ein Wechselwirken innerhalb der Sprachgemeinschaft andererseits vollzieht. Dieses Lernen erfolgt assoziativ in selbstorganisierter Weise über sogenannte neuronale Karten, also neuronaler Gruppierungen ähnlicher Sprachmuster. Die in dieser Arbeit vertretene These geht von der Tatsache aus, dass für die Steuerung physischer Bereiche des Körpers neuronale Gruppierungen ähnliche Funktion existieren (Kartierungen in der motorischen Rinde, im visuellen System, im...