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Der Reliquienfund aus der Pfarrkirche St. Crucis in Görschen
Die Öffnung eines Altars und die Hebung eines Reliquienschatzes stellen an sich schon ein seltenes und bemerkenswertes Ereignis dar, umso mehr jedoch, wenn dies in einer evangelischen Kirche geschieht wie im Jahr 2010 in der evangelischen St.-Crucis-Kirche (Heiligkreuz-Kirche) in Görschen, einem Dorf knapp 10 km südöstlich von Naumburg. Zwar wurde der bedeutsame Inhalt des Altars bereits mehrfach entnommen sowie begutachtet, der Standort des Altars erlebte Veränderungen und der Altar selbst stammt in seiner heutigen Form erst von 1910. Doch befand sich das kleine Gefäß mit Reliquien, soweit man seine Geschichte überblicken kann, kontinuierlich im Altar der Görschener Kirche ? und das, so haben die Untersuchungen aufgezeigt, mit größter Wahrscheinlichkeit seitdem sie während der Altar- und Kirchweihe im Jahr 1310 durch den Naumburger Bischof Ulrich von Colditz (1304?1315) dort...